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Vernetzung

Immer noch

  • gibt es sexualisierte, physische und psychische Gewalt gegen Frauen*; jede 4. Frau* erfährt Gewalt durch ihren Partner
  • erleben Migrantinnen sexistische und rassistische Diskriminierung
  • wird die unbezahlte Haus-, Familien- u. Erziehungsarbeit mehrheitlich von Frauen geleistet
  • haben Frauen*, besonders Alleinerziehende und alte Frauen* ein erhöhtes Armutsrisiko
  • sind Frauen* in Führungspositionen und Entscheidungsfunktionen unterrepräsentiert
  • wird die lesbische Lebensform diskriminiert
  • gibt es Frauenhandel, bei dem die Opfer kriminalisiert und abgeschoben werden
  • verdienen Frauen* bei gleicher Arbeit 23 % weniger als Männer

Hinter diesen Tatsachen verbirgt sich eine Lebensrealität, die alltäglich gravierende Probleme für Frauen* verursacht. Viele Frauen* stoßen bei einer individuellen Problemlösung an Grenzen: Isolation, sozialer Rückzug, Antriebsschwäche, Krankheiten, Sucht oder Suizid können die Folge sein.

Ziel der Frauenberatungsstelle ist die Verbesserung der weiblichen Lebensrealität. Die Mitarbeiterinnen sind qualifizierte und erfahrene Fachfrauen, die für die Beratungsarbeit zur Verfügung stehen, aber auch ihr Expertinnen-Wissen und ihre Erfahrungen in kommunale und regionale Gremien und Fachausschüsse der Kommunalpolitik und Ministerien hineintragen. Ziel ist es, auf Benachteiligungen und Missstände hinzuweisen und Veränderungen zu bewirken. Daher hat die Vernetzung in unterschiedlichen Zusammenhängen einen hohen Stellenwert in der Arbeit der Frauenberatungsstelle.

Hier ein Überblick über aktuelle Vernetzungen und Arbeitskreise:

Dachverbände

BFE Bundesfachverband Essstörungen e.V. München
Weitere Infos unter: www.bundesfachverbandessstoerungen.de
Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe // Frauen gegen Gewalt
Weitere Infos unter: www.frauen-gegen-gewalt.de
Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW e.V.
Weitere Infos unter: www.frauenberatungsstellen-nrw.de
Der Paritätische
Weitere Infos unter: www.paritaet-nrw.org

Arbeitskreise und Gremien in Köln

Arbeitskreis Anonyme Spurensicherung
Der Arbeitskreis hat in Köln die Möglichkeiten dafür geschaffen, dass gerichtsverwertbare Spuren nach einer Vergewaltigung zeitnah gesichert und anonymisiert gelagert werden können. Dadurch verbessert sich die Situation derjenigen Frauen, die sich erst einige Zeit nach der Tat in der Lage sehen, eine erlittene Vergewaltigung anzuzeigen. Alle Informationen und die Kontaktdaten der beteiligten Krankenhäuser und Beratungsstellen: www.notruf-koeln.de.

Arbeitskreis Berufsrückkehrerinnen
Ziel des Arbeitskreises ist der fachliche Austausch zwischen den verschiedenen Beratungsstellen und Qualifizierungsprojekten, die um die Integration erwerbsloser Frauen* in den Arbeitsmarkt bemüht sind.

Arbeitskreis Essstörungen
Der Arbeitskreis setzt sich für eine verbesserte Vernetzung der in diesem Bereich arbeitenden Institutionen und Berufsgruppen ein. Er ist Teil der kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK).

Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen
Der Arbeitskreis dient dem Fachaustausch und gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit, wie Infoständen, Veranstaltungen, z.B. zum Thema Stalking, oder Fortbildungsveranstaltungen im Gesundheitswesen zum Thema Gewalt gegen Frauen.
Weitere Infos unter: www.stadt-koeln.de

Arbeitskreis K.o.-Tropfen
Im Arbeitskreis K.o.-Tropfen wurde Infomaterial zur Wirkweise der sogenannten K.o.-Tropfen mit Hinweisen auf Unterstützungsmöglichkeiten und Anlaufstellen für Betroffene erarbeitet und veröffentlicht.
Weitere Infos unter: www.ko-tropfen-koeln.de

Bündnis autonomer Frauenprojekte gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – „Lila in Köln“
„Lila in Köln“ ist ein interkultureller Zusammenschluss feministischer, autonomer Frauenprojekte in Köln, die Frauen* und Mädchen* in Lebenskrisen und bei Gewalterfahrungen beraten und unterstützen.
Das Bündnis will zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen informieren, sensibilisieren, Position beziehen und Einfluss nehmen, u.a. durch gemeinsame Aktionen zum Internationalen Frauentag (8. März) und zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.).
Weitere Infos unter: www.lila-in-koeln.de

Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt
Die "Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt" ist ein Zusammenschluss Kölner Fachfrauen mit langjährigen Erfahrungen in der Arbeit gegen (sexualisierte) Gewalt an Mädchen* und Frauen*. Die Initiative hat sich 2016 aus dem Arbeitskreis "Gegen Gewalt an Frauen und Kindern" gegründet. Ziel ist es, sexualisierte Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* weiterhin in den öffentlichen Focus zu rücken und notwendige Diskussions- und Veränderungsprozesse voranzutreiben. Mit dem Präventionsprojekt "EDELGARD" will die Initiative zusammen mit Kölner Unternehmerinnen und Unternehmer unter anderem erkennbare Anlaufstellen für Frauen* und Mädchen* schaffen, die im öffentlichen Raum bedroht, bedrängt, belästigt werden.
Weitere Infos unter: www.koelner-initiative-gegen-sexualisierte-gewalt.de / www.edelgard.koeln

Kölner Netzwerk gegen Häusliche Gewalt
Ziel und Inhalt des Kölner Netzwerks gegen Häusliche Gewalt ist die Kooperation und Weiterentwicklung der Hilfen bei Häuslicher Gewalt. Insbesondere geht es um die Abstimmung der Prozesse bei Häuslicher Gewalt zwischen Polizei, Kriseninterventionsstellen, Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern, anderen Fachberatungsstellen und der Justiz.
Weitere Infos unter: www.koelner-hilfe-bei-gewalt.de

Netzwerk Schwanger und Gewalt
Ziel des Netzwerks ist es, Frauen, die im Kontext körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt schwanger wurden, Gewalt während der Schwangerschaft erleben oder unter früheren Traumata leiden (z.B. sexueller Missbrauch in der Kindheit), die durch die Schwangerschaft aktualisiert wurden, besser auffangen und unterstützen zu können. FrauenLeben e.V. ist hier eine der vier Erstanlaufstellen für betroffene Frauen in Köln.
Weitere Infos unter: www.schwanger-und-gewalt.de

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