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Aktuelles

Öffentlichkeitsaktion der Consent-Kampagne in den öffentlichen Verkehrsmitteln

Am 25. November 2021 – vor einem Jahr – startete die Consent-Kampagne mit einer ersten Plakataktion. Dank der Förderung durch die Stadt Köln konnte nun rund um den intern­ationalen Tag gegen Gewalt an Frauen die Kampagne weiter ausgeweitet und neu platziert werden:

In den öffentlichen Verkehrs­mitteln der Kölner Verkehrs-Betriebe konnten so die wichtigen Inhalte der Consent-Kampagne auf knapp 200 Decken­scheiben­plakaten in verschiedenen Stadt­bahnen deutlich sichtbar gemacht werden. Wir freuen uns, mit dieser Aktion die Möglichkeit zu erhalten, viele Menschen in unter­schiedlichen Kontexten zu erreichen: Auf dem Weg zur Arbeit, bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben usw. Damit kann unsere Botschaft NUR JA HEISST JA noch mehr Menschen sensibilisieren und das Thema Consent weiter sichtbar gemacht werden. Die Aktion wurde auch medial in der lokalen Presse aufgegriffen, u.A. wurde bei mitvergnügen als "Good News des Tages" über die Consent-Kampagne berichtet.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal herzlich für die finanzielle Unter­stützung durch die Stadt Köln und für die tolle Umsetzung der Kampagne durch das Büro für Gestaltung kikkerbillen. Ein kleiner Ausblick über die Kölner Stadt­grenzen zum Schluss: Wir freuen uns, dass die Consent-Kampagne NUR JA HEISST JA durch das Frauenzentrum Bad Honnef und das Frauenzentrum Troisdorf auch im Rhein-Sieg-Kreis genutzt wird, dort werden die Kampagnen­motive auf Bussen umgesetzt.

Protestmarsch zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen*

Unter der Parole "Wir nehmen uns die Nacht" fand am 25. November wieder ein Protest­marsch in Köln statt. Der Protestmarsch wurde vom Bündnis autonomer Frauen­projekte gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* LILA IN KÖLN organisiert. Um 18 Uhr begann die Startkund­gebung, anschließend zog der lange Marsch vom Hans-Böckler-Platz Richtung Innenstadt zur Abschluss­kundgebung am Breslauer Platz. FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht binäre, trans* und agender Personen) forderten laut und kraftvoll das Recht auf ein gewaltfreies, gleichberechtigtes, freies und selbstbestimmtes Leben. Insgesamt nahmen 400-500 Personen am Protestmarsch teil, sodass auch dieses Jahr ein deutliches Signal gesetzt wurde.

Bei den Kundgebungen am Beginn und am Ende des Protest­marsches sprachen Vertreterinnen verschiedener Organisationen aus dem Bündnis LILA IN KÖLN sowie weiteren Initiativen und Vereine, die sich gegen geschlechts­spezifische Gewalt einsetzen. Dabei wurde auf die Situation von Frauen über 60 Jahre und deren Gewalt­betroffenheit aufmerksam gemacht. In einem weiteren Redebeitrag wurde die aktuelle Lage für Frauen in Afghanistan, insbesondere die Verfolgung der Hazara thematisiert. Zwei Redebeiträge der Schlusskundgebung schilderten die Kämpfe für Frauen, Leben und Freiheit im Iran, auch während der gesamten Veran­staltung wurde immer wieder Solidarität ausgedrückt. Schließlich wurde auf die Kölner Versorgung­slage für Betroffene und verschiedene Hürden eingegangen.

Neben diesen bereichernden Redebeiträgen bereicherte uns Musik von Pájara und JaHa, welche ihre feministischen Texte und Musik teilten. Während des Protestmarsches stärkte auch Rhythm of Resistance lautstark den Demonstrationszug.

Unterstützt wurde der Protestmarsch finanziell durch die Stadt Köln. Daneben wurde die Veranstaltung durch ehrenamtlichen Einsatz der Demo-Sanitäterinnen, Ordner*innen und Banner-Träger*innen mitgetragen.

Fotos dieser Aktion: Copyright by Britta L.QL

Feministische Talkrunde zu Consent und Safe Spaces – The Monday Talks

Am 21. November startete das feministische Talkformat "The Monday Talks" in der Wohn­gemeinschaft. Thematisch stand dabei das Thema Consent und Safe Spaces im Zentrum. Teresa Kaudewitz von FrauenLeben e.V. sprach als erste Rednerin über das Konzept von Consent und die Kampagne NUR JA HEISST JA. Neben grund­legenden Fragen wie "Was ist Consent?", "Wie kann man danach fragen?" oder "Was kann man tun, um gewaltfreie Räume und Beziehungen zu schaffen?" wurde auch aktiv mit dem Publikum diskutiert.

Irmgard Kopetzky (Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen) sprach im Anschluss über Unterstützungs­angebote für Betroffene. Derya Karadag (Ratsfrau im Kölner Stadtrat) berichtete im dritten Talk über die Umsetzung von Safe Spaces im Kölner Stadtleben.

Die nächste Talkrunde findet am 16.01.2023 zum Thema Ehrenamt und Aktivismus statt, weitere Informationen zur Veranstaltungs­reihe finden sich auf Instagram (themondaytalks).

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