Logo Frauenberatungsstelle FrauenLeben e.V. Köln

Vernetzung

Frauenberatungsstellen gibt es seit Beginn der 80er Jahre. Sie sind aus der autonomen Frauenbewegung entstanden, die auf die gesellschaftliche Verankerung der weiblichen Diskriminierung aufmerksam gemacht hat und die dauerhafte Benachteiligung und Unterdrückung von Frauen öffentlich machte

Immer noch

  • gibt es sexualisierte, physische und psychische Gewalt gegen Frauen; jede 4.Frau erfährt Gewalt durch ihren Partner
  • erleben Migrantinnen sexistische und rassistische Diskriminierung
  • wird die unbezahlte Haus-, Familien- u. Erziehungsarbeit mehrheitlich von Frauen geleistet
  • haben Frauen, besonders Alleinerziehende und alte Frauen ein erhöhtes Armutsrisiko
  • sind Frauen in Führungspositionen und Entscheidungsfunktionen unterrepräsentiert
  • wird die lesbische Lebensform diskriminiert
  • gibt es Frauenhandel, bei dem die Opfer kriminalisiert und abgeschoben werden
  • verdienen Frauen bei gleicher Arbeit 23 % weniger als Männer

Hinter diesen Tatsachen verbirgt sich eine Lebensrealität, die alltäglich gravierende Probleme für Frauen verursacht. Viele Frauen stoßen bei einer individuellen Problemlösung auf Grenzen: Isolation, sozialer Rückzug, Antriebsschwäche, Krankheiten, Sucht oder Suizid können die Folge sein.

Ziel der Frauenberatungsstelle ist die Verbesserung der weiblichen Lebensrealität durch frauenspezifische Beratungs- und Gruppenarbeit. Die Mitarbeiterinnen sind qualifizierte und erfahrene Fachfrauen, die für die Beratungsarbeit zur Verfügung stehen, aber auch ihr Expertinnen-Wissen und ihre Erfahrungen in kommunale und regionale Gremien und Fachausschüsse der Kommunalpolitik und Ministerien hineintragen. Ziel ist es auf Benachteiligungen und Missstände hinzuweisen und Veränderungen zu bewirken. Daher hat die Vernetzung in unterschiedlichen Zusammenhängen einen hohen Stellenwert in der Arbeit der Frauenberatungsstelle.

Hier ein Überblick über aktuelle Vernetzungen und Arbeitskreise:

Dachverbände

Der Paritätische e.V.
Weitere Infos unter: www.paritaet-nrw.org
Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW e.V.
Weitere Infos unter: www.frauenberatungsstellen-nrw.de
Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe // Frauen gegen Gewalt
Weitere Infos unter: www.frauen-gegen-gewalt.de

Fachverbände

BFE Bundesverband Essstörungen e.V. München
Weitere Infos unter: www.bundesfachverbandessstoerungen.de
AKF Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. Berlin
Weitere Infos unter: www.akf-info.de

Arbeitskreise und Gremien in Köln

Arbeitskreis Berufsrückkehrerinnen
Ziel des Arbeitskreises ist der fachliche Austausch zwischen den verschiedenen Beratungsstellen und Qualifizierungsprojekten, die um die Integration erwerbsloser Frauen in den Arbeitsmarkt bemüht sind.

Arbeitskreis Essstörungen
Der Arbeitskreis setzt sich für eine verbesserte Vernetzung der in diesem Bereich arbeitenden Institutionen und Berufsgruppen ein. Es wurde u.a. ein Informations- und Beratungsführer zum Thema Essstörungen erarbeitet und aufgelegt, der Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften Information und Orientierungshilfen geben soll.
Weitere Infos unter: www.ak-essstoerungen-koeln.de

Arbeitskreis Frau und Gesundheit
Das Ziel des Arbeitskreises ist es, einen Beitrag zur frauengerechten Betrachtung von Gesundheit und Krankheit zu leisten und in Köln Impulse zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Frauen und Mädchen zu geben.

Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Kindern
Der Arbeitskreis dient dem Fachaustausch und gemeinsamer öffentlichkeitsarbeit, wie Infoständen, Veranstaltungen, z.B. zum Thema Stalking, oder Fortbildungsveranstaltungen im Gesundheitswesen zum Thema Gewalt gegen Frauen.
Weitere Infos unter: www.stadt-koeln.de

Kölner Netzwerk gegen Häusliche Gewalt
Ziel und Inhalt des Kölner Netzwerks gegen Häusliche Gewalt ist die Kooperation und Weiterentwicklung der Hilfen bei Häuslicher Gewalt. Insbesondere geht es um die Abstimmung der Prozesse bei Häuslicher Gewalt zwischen Polizei, Kriseninterventionsstellen, Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern, anderen Fachberatungsstellen und der Justiz.
Weitere Infos unter: www.koelner-hilfe-bei-gewalt.de

Bündnis autonomer Frauenprojekte gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – „Lila in Köln“
„Lila in Köln“ ist ein interkultureller Zusammenschluss feministischer, autonomer Frauenprojekte in Köln, die Frauen und Mädchen in Lebenskrisen und bei Gewalterfahrungen beraten und unterstützen.
Das Bündnis will zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen informieren, sensibilisieren, Position beziehen und Einfluss nehmen, u.a. durch gemeinsame Aktionen zum Internationalen Frauentag (8. März) und zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.).
Weitere Infos unter: www.lila-in-koeln.de

Netzwerk Schwanger und Gewalt
Ziel des Netzwerks ist es, Frauen, die im Kontext körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt schwanger wurden, Gewalt während der Schwangerschaft erleben oder unter früheren Traumata leiden (z.B. sexueller Missbrauch in der Kindheit), die durch die Schwangerschaft aktualisiert wurden, besser auffangen und unterstützen zu können. FrauenLeben e.V. ist hier eine der vier Erstanlaufstellen für betroffene Frauen in Köln.
Weitere Infos unter: www.schwanger-und-gewalt.de

Arbeitskreis K.o. Tropfen
Im Arbeitskreis K.o. Tropfen wurde Infomaterial zur Wirkweise der sogenannten K.o. Tropfen mit Hinweisen auf Unterstützungsmöglichkeiten und Anlaufstellen für betroffene Frauen erarbeitet und veröffentlicht.
Weitere Infos unter: www.ko-tropfen-koeln.de

Arbeitskreis Anonyme Spurensicherung
Der Arbeitskreis setzt sich dafür ein, in Köln die Möglichkeiten zu schaffen, Spuren nach einer Vergewaltigung anonym zu sichern und längere Zeit zu lagern. Dies würde die Situation von Frauen vor Gericht verbessern, die sich erst nach einiger Zeit in der Lage sehen, eine erlittene Vergewaltigung anzuzeigen.

^