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Klientin als Expertin für ihr Leben zu sehen. Die feministische
Therapeutin nutzt ihre fachliche Kompetenz, um eine tragfähige,
respektvolle und verantwortungsvolle Beziehung zur Klientin
aufzubauen;
psychische Störungen nicht einseitig als krank auszugrenzen,
sondern als eine mögliche Antwort auf vielfältige psychische
und physische Verletzungen zu verstehen, als eine Art Überlebensstrategie
im Kontext gesellschaftlicher, materieller, sozialer und sexueller
Diskriminierung von Frauen;
eine wertschätzende Haltung anderen Frauen gegenüber einzunehmen,
basierend auf der gemeinsamen Erfahrung als Frau in dieser
Gesellschaft aufgewachsen zu sein;
eine
parteiliche Haltung gegenüber Frauen einzunehmen;
Wachstum und Veränderung zu unterstützen. In einer Situation,
in der Frauen heute mit vielen unterschiedlichen, oft widersprüchlichen
Rollenanforderungen konfrontiert sind, gilt es, das Selbstbeweusstsein
und Selbstwertgefühl zu stärken und zur Selbstbestimmung zu
ermutigen;
einen
therapeutischen Schutz-Raum anzubieten, der die Verarbeitung
von Gewalterfahrungen ermöglicht;
lesbische und heterosexuelle Identität als gleichwertig anzusehen.
Ausgehend von der Tatsache, dass lesbische Frauen der gesellschaftlichen
Diskriminierung im besonderen Maße ausgesetzt sind, unterstützt
und bekräftigt feministische Therapie und Beratung die freie
Selbstbestimmung jeder Frau.
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